Unsere Zusatzstoffe 

Europäische Harmonisierung der Zusatzstoffe

Sehr geehrte Kundin,
Sehr geehrter Kunde,

mit wachsendem Verbraucherbewusstsein in den letzten Jahren sind Lebensmittelzusatzstoffe in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber im Rahmen der Zusatzstoff Verordnung auf Europäischer Ebene die Deklaration von Zusatzstoffen in Lebensmitteln neu geregelt. Sie sieht vor, das jeder Lebensmittelhersteller, der seine Produkte als lose Ware über die Bedienungstheke verkauft, die bei der Produktion zugeführten Zusatzstoffe pro Produkt auflistet und diese Auflistung dem Verbraucher zugänglich macht.

Schon immer hat man sich bei der traditionellen Lebensmittelverarbeitung die Wirkung bestimmter Stoffe oder Zutaten zunutze gemacht:  Mit Salz, Essig, Rauch, Kräutern, Honig und Zucker werden Lebensmittel aromatisiert, gefärbt und zugleich „konserviert“, d. h. haltbar gemacht. Eigelb ist eine häufige Zutat, um Wasser und Öl in eine stabile Mischung, z. B. als Mayonnaise, zu bringen.

In jedem Haushalt erfordert die Verarbeitung von Lebensmitteln die Verwendung von Stoffen, die „helfen“, bestimmte gewünschte Eigenschaften zu erzielen. Soll der Kuchen locker werden, so wird die Hausfrau „Backpulver“ ein Zusatzstoffgemisch, einsetzen. Um die Konfitüre streichfähig zu machen, nimmt man Gelierzucker, der Pektin enthält. Andere Beispiele lassen sich finden, die deutlich machen:   

Zusatzstoffe werden sowohl im Haushalt als auch bei der handwerklichen und industriellen Lebensmittelherstellung verwendet.

Auch für meine Fleischerei sind Zusatzstoffe unentbehrliche Helfer!

Zusatzstoffe werden hauptsächlich aus folgenden Gründen zugesetzt:

· um zu gewährleisten, dass Lebensmittel hygienisch einwandfrei bleiben, bis sie verzehrt sind.

· um appetitliche Convenience – Produkte (z. B. Fertiggerichte) anzubieten

· um den Geschmack zu erhalten (z. B. durch Antioxidantien).

· um gleichbleibende Qualität zu sichern

· um die Vorratshaltung zu ermöglichen

 

Läuft Ihnen nicht das Wasser im Munde zusammen, wenn Sie folgendes Zutatenverzeichnis lesen:  

Wasser, Zucker, Füllstoff: Cellulose, Geschmacksverstärker:  Natriumglutamat, Farbstoffe:  E 160a, E 160d, E 101, Geliermittel: Pektin, Antioxidationsmittel: E 300   Säuerungsmittel:  E 296, E 330, natürliches Aroma

Es handelt sich hierbei schlichtweg um eine Tomate, die so deklariert werden müsste, wenn sie nicht in der Natur wachsen, sondern im Labor hergestellt würde.

Natur = gut?  Chemie = schlecht?  

Basis allen Lebens ist Chemie, - sind chemische Prozesse-, ohne die in der Natur nichts wächst und gedeiht, ohne die kein Mensch leben kann.

Es gibt natürliche und naturidentische Stoffe (letztere sind den natürlichen nachgebaut) und auch rein synthetische Stoffe, die Lebensmitteln während des Herstellungsprozesses zugesetzt werden.

Für mich ist wichtig, dass die zum Einsatz kommenden Stoffe – seien sie natürlich oder synthetisch- gesundheitlich sicher sind. Das Risiko, durch den Verzehr von Lebensmitteln aus meinem Geschäft mit den von mir eingesetzten Zusatzstoffen zu erkranken, ist daher praktisch gleich Null!

Allein deswegen schon gefahrlos, weil viele Zusatzstoffe auch in der Medizin als Unterstützung zur Genesung eingesetzt werden.

Außerdem werden in meinem Betrieb Zusatzstoffe weit unter der gesetzlich erlaubten Höchstgrenze eingesetzt.

Im Geschäft und auf den Marktverkaufswagen liegt die Auflistung  all unserer Produkte, denen bei der Herstellung Zusatzstoffe zugeführt wurden. Sie werden erkennen,dass wir ausschließlich nur eine kleine Anzahl von absolut notwendigen Zusatzstoffen verarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Fleischermeister
Lutz Oleszynski